Zum Inhalt springen

CONIUNCTA® erweitert Dokumentationszugang für registrierte Kunden

Technische Dokumentation für Pflanzenextrakte: TDS, SDS und CoA im Überblick

Die Beschaffung von Pflanzenextrakten für kosmetische oder lebensmitteltechnische Anwendungen erfordert eine fundierte Datenbasis. Technische Dokumentation bildet das Fundament für Formulierungsentwicklung, regulatorische Compliance und Qualitätssicherung. Dieser Beitrag erläutert die drei zentralen Dokumenttypen: Technical Data Sheet (TDS), Safety Data Sheet (SDS) und Certificate of Analysis (CoA).

Technical Data Sheet: Produktspezifikationen für die Formulierung

Das Technical Data Sheet – auch als Produktdatenblatt oder Spezifikationsblatt bezeichnet – enthält alle für die Formulierung relevanten Informationen eines botanischen Extrakts. Es dokumentiert die INCI-Deklaration gemäß internationaler Nomenklatur, den Natural Origin Index nach ISO 16128 sowie Angaben zu COSMOS- und NaTrue-Konformität.

Die Zusammensetzung wird mit CAS-Nummern, EINECS-Nummern und Konzentrationsangaben spezifiziert. Bei Flüssigextrakten auf Glycerin-, Propylenglycol- oder Pentylene Glycol-Basis existiert für jeden Träger ein separates Datenblatt. Pulverextrakte enthalten zusätzlich Angaben zum Extraktverhältnis, zur Partikelgröße und zum Trocknungsverlust.

Der regulatorische Abschnitt umfasst den SVHC-Status gemäß ECHA Candidate List, BSE/TSE-Konformität, GMO-Status sowie die Allergeninformation nach Anhang III der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 – aktualisiert entsprechend der Verordnung (EU) 2023/1545 zu Duftstoffallergenen.

Safety Data Sheet: Sicherheitsrelevante Informationen nach REACH

Das Sicherheitsdatenblatt entspricht den Anforderungen der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 und folgt dem standardisierten 16-Sektionen-Format. Es enthält die Einstufung gemäß CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Angaben zur Handhabung und Lagerung sowie toxikologische und ökotoxikologische Daten.

Bei Kosmetikrohstoffen aus natürlichen Quellen liegt häufig keine Gefahrstoffeinstufung vor. Das SDS dokumentiert dies entsprechend und gibt Hinweise zu persönlicher Schutzausrüstung, Lagerbedingungen nach TRGS 510 sowie Transportvorschriften nach ADR, IMDG und IATA.

Im Gegensatz zum produktspezifischen TDS kann ein SDS mehrere Produktvarianten abdecken, sofern diese sicherheitstechnisch identisch sind – beispielsweise alle Trägervarianten eines Extrakts.

Certificate of Analysis: Chargenspezifische Qualitätsdokumentation

Das Analysezertifikat dokumentiert die tatsächlichen Prüfergebnisse der gelieferten Charge. Es enthält die Chargennummer, das Herstellungs- und Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die Ergebnisse der organoleptischen, chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Prüfung.

Typische Parameter umfassen pH-Wert, relative Dichte, Brechungsindex sowie die mikrobiologische Prüfung auf Gesamtkeimzahl (TAMC), Hefen und Schimmelpilze (TYMC) und die Abwesenheit pathogener Keime. Der Freigabevermerk bestätigt die Spezifikationskonformität durch die Qualitätskontrolle.

Die chargenspezifische Dokumentation ist Voraussetzung für die Erstellung von Sicherheitsbewertungen (Cosmetic Product Safety Report) und die Rückverfolgbarkeit im Rahmen von Audits.

Dokumentationszugang bei CONIUNCTA

Registrierte Kunden erhalten Zugang zu TDS und SDS über den Tab „Technische Dokumentation" auf jeder Produktseite. Das Certificate of Analysis wird nach Kaufabschluss mit der Lieferung bereitgestellt. Bei spezifischen Anforderungen steht die Abteilung Regulatory Affairs unter qm-external@coniuncta.com zur Verfügung.

CONIUNCTA® – Rohstoffe, Daten und Services für zukunftsfähige Formulierungen.