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Diffractaic acid

Lichenin aus der Bartflechte: Bartflechte Extrakt (Usnea Barbata (Lichen) Extract) für adstringierende und feuchtigkeitsfördernde Pflegekonzepte

CONIUNCTA®

Mit dem Bartflechte Extrakt bietet CONIUNCTA® einen Kosmetikrohstoff an, dessen Ausgangsmaterial eine Flechte ist: Die INCI Usnea Barbata (Lichen) Extract (EU-INCI: Usnea Barbata Extract) kennzeichnet mit dem Zusatz (Lichen) ausdrücklich die botanische Herkunft aus Usnea barbata. Der Extrakt wird mit gereinigtem Wasser gewonnen und ist in drei Trägervarianten erhältlich: Glycerin, Propylene Glycol und Pentylene Glycol. Er liegt in konventioneller Qualität vor und ist ausschließlich für die Kosmetikindustrie vorgesehen, ein Lebensmitteleinsatz ist nicht vorgesehen. Für Formulierer ist vor allem das Datenpaket interessant: Das CDS benennt Lichenin und Isolichenin als Polysaccharid-Primärmarker, führt zwei weitere Flechtensäuren auf und stützt ein Claim-Profil, das adstringierende, ausgleichende und feuchtigkeitsfördernde Aussagen miteinander verbindet. Lichenin und Isolichenin: der Polysaccharid-Leitmarker der Bartflechte Als Primärmarker weist das CDS die Polysaccharide Lichenin und Isolichenin aus. Der Literaturgehalt in der getrockneten Flechte liegt bei 5 bis 15 % (Olafsdottir 1999, Phytomedicine). Daraus leitet das CDS einen berechneten Gehalt im Extrakt von 1,1 bis 4,1 mg/g ab. Grundlage dieser Berechnung sind laut Datenblatt ein Droge-Extrakt-Verhältnis (DER) von 1:10, ein Extraktanteil von 30 g/kg sowie eine angenommene Extraktionseffizienz von 70 bis 90 %. Zur Einordnung der Zusammensetzung: Laut Produktspezifikation liegt der Extraktgehalt unabhängig von der Variante bei ca. 30 %, und 1 kg CONIUNCTA® Extrakt enthält die hydrophilen Bestandteile von ca. 30 g getrockneten Pflanzenteilen. Wichtig für die eigene Dokumentation: Das CDS stuft die Datenqualität als „Review-level literature data“ ein. Es handelt sich also um eine literaturbasierte Berechnung und nicht um eine analytische Standardisierung auf einen bestimmten Markergehalt. Als rechnerisches Beispiel nennt das CDS für einen Einsatz von 3,5 % einen Polysaccharidgehalt von 36,8 bis 142 µg/g in der Formulierung. Dieser Wert hilft bei der Plausibilisierung von Markerangaben in Produktunterlagen, ist aber ausdrücklich keine Dosierempfehlung. Usninsäure und Diffraktasäure: was das Datenblatt zusätzlich ausweist Neben den Polysacchariden führt das CDS zwei weitere dokumentierte Verbindungen auf. Für Diffraktasäure (Diffractaic acid) ist ein Wertebereich von 0,1 bis 0,5 % angegeben. Usninsäure (Usnic acid) ist ohne Mengenangabe aufgeführt. Zu ihr enthält das CDS einen Hinweis, der für die Produktsicherheit relevant ist: In höheren Konzentrationen wird Usninsäure als Photosensibilisator beschrieben. Dieser Hinweis gehört in die Sicherheitsbewertung des Fertigprodukts, die laut SDS bei der verantwortlichen Person nach VO (EG) Nr. 1223/2009 liegt. Da das Datenblatt keinen Usninsäure-Gehalt im Extrakt beziffert, lassen sich Fragen zur Datenlage am besten direkt mit unserem technischen Team klären. Für die Markerkommunikation gilt: Leitmarker im Sinne des CDS sind Lichenin und Isolichenin, die beiden Flechtensäuren sind als weitere dokumentierte Verbindungen geführt. Adstringierend, ausgleichend, pralles Hautbild: das belegte Claim-Profil Als Wirkung nennt das CDS „Skin conditioning, antioxidant“, also eine hautpflegende und antioxidative Funktion. Darüber hinaus listet das Datenblatt vier gestützte Claim-Bereiche: Adstringierend (Astringent) Ausgleichend (Balancing) Feuchtigkeitsfördernd (Moisture-promoting) Pralles Hautbild (Skin-plumping) Die Kombination aus adstringierenden und feuchtigkeitsbezogenen Claim-Bereichen in einem einzigen Rohstoff ist für Pflegekonzepte interessant, die beide Aussagen auf der Verpackung zusammenführen möchten. Das CDS verweist dabei ausdrücklich darauf, dass die Substantiierung der Claims am Fertigprodukt durch die verantwortliche Person gemäß Art. 4 und Art. 20 VO (EG) Nr. 1223/2009 sowie VO (EU) Nr. 655/2013 erfolgt. Zusätzlich nennt das Datenblatt einen mechanistischen Hintergrund, kennzeichnet diesen aber selbst als „not a product claim“. Wir führen ihn deshalb bewusst nicht in der Claim-Liste. Glycerin, Propylene Glycol oder Pentylene Glycol: drei hydrophile Zubereitungen im Vergleich Allen Varianten gemeinsam sind das Extraktionsmittel gereinigtes Wasser, der Extraktanteil von ca. 30 %, die im TDS angegebene Einsatzkonzentration von 2 bis 5 % und eine Haltbarkeit von 24 Monaten. Die Unterschiede liegen im Trägersystem und damit in der INCI-Deklaration: Glycerin: Standardisierung in wasserfreiem Glycerin (mindestens 99,5 %), Zusammensetzung ca. 70 % Glycerin und ca. 30 % Extraktanteil. Global INCI: Glycerin, Usnea Barbata (Lichen) Extract; EU-INCI: Glycerin, Usnea Barbata Extract. In der Deklaration dieser Variante erscheint kein Aqua. Propylene Glycol: wässrig-glykolische Zubereitung aus ca. 40 % Wasser, ca. 30 % Extrakt und ca. 30 % Propylene Glycol. Global INCI: Aqua (Water), Propylene Glycol, Usnea Barbata (Lichen) Extract; EU-INCI: Aqua, Propylene Glycol, Usnea Barbata Extract. Pentylene Glycol: Pentylene Glycol/Wasser-Gemisch aus ca. 50 % Wasser, ca. 30 % Extrakt und ca. 20 % Pentylene Glycol. Global INCI: Aqua (Water), Pentylene Glycol, Usnea Barbata (Lichen) Extract; EU-INCI: Aqua, Pentylene Glycol, Usnea Barbata Extract. Für die Auswahl ist damit vor allem entscheidend, welcher Träger zur bestehenden INCI-Liste und zum Glykol-Konzept der Rezeptur passt. Wer eine Formulierung ohne Propylene Glycol deklarieren möchte, hat mit der Glycerin- und der Pentylene-Glycol-Variante zwei Alternativen; wer zusätzliches Aqua in der Deklaration vermeiden möchte, findet in der Glycerin-Variante die passende Option. Laut CDS sind alle Varianten für vegane Formulierungen geeignet. Die Glycerin-Variante ist auch in unserer Übersicht der Glycerin-Extrakte zu finden. Spezifikation, Lagerung und Sicherheitsdaten für Einkauf und QS Die Farbe ist mit Bernstein bis Hellbraun spezifiziert. Der pH-Wert bei 25 °C und die relative Dichte sind artikelspezifische Sollwerte je Trägervariante und werden im CoA angegeben, nicht im TDS. Während der Lagerzeit kann es temperaturabhängig zu Farbveränderungen kommen. Treten Trübungen oder Ausfällungen auf, ist eine Filtration erforderlich, was laut Produktangaben keinen Einfluss auf die Qualität hat. Das TDS nennt eine trockene Lagerung bei 10 bis 30 °C im original verschlossenen Gebinde, das SDS führt eine Lagertemperatur von 15 bis 25 °C bei dicht verschlossenem Behälter. Aus dem SDS ergeben sich für Einkauf und Logistik klare Eckdaten: keine Einstufung als Gefahrstoff nach CLP (EG 1272/2008) und keine Kennzeichnungspflicht, nicht brennbar, Lagerklasse 12 nach TRGS 510, WGK 1 (schwach wassergefährdend, Selbsteinstufung für alle Trägervarianten) und kein Gefahrgut nach ADR/RID, IMDG oder IATA. Eine REACH-Registrierungsnummer ist nicht zutreffend, da es sich um ein Gemisch handelt und der Extrakt nach Anhang V Nr. 8 ausgenommen ist. Das Produkt ist kein Biozidprodukt nach VO 528/2012 und von Seveso III nicht betroffen. Als Augenschutz nennt das SDS eine Schutzbrille nach EN 166. Zu Duftstoffallergenen nach Annex III gibt das CDS „Not derivable“ an. Dokumentation, Qualität und Anfrage TDS, SDS und CDS zum Bartflechte Extrakt stellen wir über unsere technische Dokumentation bereit, das CoA mit den chargenbezogenen Werten liegt jeder Lieferung zugrunde. Der Bartflechte Extrakt ist in konventioneller Qualität erhältlich. Extrakte aus unserem EU-Bio-zertifizierten Sortiment erkennen Sie am Präfix BIO im Produktnamen. Weitere Rohstoffe dieser Art finden Sie in der Kategorie Klassische Pflanzenextrakte. Konkrete Rezeptur- und Dosierungsfragen sowie Rückfragen zur Datenlage einzelner Verbindungen klärt unser technisches Team individuell, per E-Mail an info@coniuncta.com oder telefonisch unter +49 911 47715370. Alle Varianten, Spezifikationen und Dokumente auf einen Blick: Bartflechte Extrakt im CONIUNCTA®-Shop ansehen. CONIUNCTA®: Rohstoffe, Daten und Services für zukunftsfähige Formulierungen.

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